Erotische Reize bei Kopfmenschen?! - Technik-Marketing | Pressearbeit | Content-Management
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Erotische Reize bei Kopfmenschen?!

Erotische Reize

Erotische Reize bei Kopfmenschen?!

Erotische Reize haben einen festen Platz in der Werbung.  Doch funktioniert der Klassiker „Sex sells“ auch bei verkopften Zielgruppen? Die klare Antwort lautet „Jein“. Denn es kommt es auf den Zusammenhang an. (Bild:  © sakkmesterke / Fotolia)

Auf einen Blick:

  • Nackte Tatsachen ziehen den Blick zwar an, lenken aber vom Inhalt der Botschaft ab
  • Im technischen Marketing ziehen erotische Reize nur mit Produkt-Bezug
  • Billige Effekthascherei kommt schlecht bei technikaffinen Zielgruppen an

Sinnfreie Nackedei-Werbung erzielt bei entsprechenden Abbildungen zwar eine kurze Aufmerksamkeit, doch tiefer gehendes Interesse wird nicht erzeugt. Die Betrachter erinnern sich zwar an den schönen Mann oder die schöne Frau, doch das beworbene Produkt wird austauschbar. Hat das technische Angebot selbst etwas mit Sex oder Erotik zu tun, sieht die Sache wieder anders aus.

Erotische Reize nur einsetzen, wenn es passt!

Ein Seitenprodukt der Schweizer Rominger Kunststofftechnik GmbH ist besonders belastbarer Büstenhalter für Frauen mit großer Oberweite. Dieser wurde in einer Presseinformation über Eigenschaften und Anwendungsszenarien einer Spezial-Kunststoff-Faser in einem Nebensatz erwähnt. Zwei Fachjournalisten bissen an, bezogen sich bei ihren Nachfragen jedoch überwiegend auf das Kleidungsstück mit Reizqualitäten. Der daraus abgeleitete Wunsch an die PR-Abteilung lautete, einen Beitrag über die chemischen Eigenschaften der Faser zu formulieren – mit dem Aufhänger „Büstenhalter“. Mehrere seriöse Fachmedien griffen das Thema auf – zum Teil mit reißerischem Aufmacher-Bild. Denn das Foto passte zum Thema.

Während früher Feministinnen gegen die sexistische Darstellung von Frauen wetterten, haben die Marketing-Verantwortlichen schon seit längerer Zeit auch die Reizqualitäten männlicher Models entdeckt. Dennoch kann es sein, dass die auf das sprichwörtliche Stammhirn zielende Abbildung auf manche Personenkreise im besten Fall unsachlich, im schlechtesten anstößig wirkt.

Fazit: Ohne Bezug zum Produkt ist dringend von der Verwendung Fotos oder Texten mit direktem erotischen Gehalt abzuraten. „Sex sells“ gilt zwar auch beim technischen Marketing, doch der Zusammenhang zwischen Reiz und Sachverhalt muss schlüssig sein.